Insolvenzarbeitsrecht

Kommt es zur Insolvenz eines Unternehmens, stellen sich zahlreiche arbeitsrechtliche Fragen. Das Merkmal einer modernen Insolvenzverwaltung ist die Rettung des Geschäftsbetriebes zumeist über eine übertragende Sanierung. Ein professioneller Insolvenzverwalter wird sich unter anderem daran messen lassen müssen, wieviele Arbeitsplätze er im insolventen Betrieb erhalten konnte. Hierzu bedarf es nicht selten einer Fortführung des Geschäftsbetriebs weit über den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung hinaus. Dabei stellen sich im Bereich des Arbeitsrechts besondere Herausforderungen. Es gilt die Mitarbeiter und, soweit vorhanden, den Betriebsrat zunächst in der für alle Beteiligten schwierigen Situation einzubinden und im weiteren Verlauf des Verfahrens eine konstruktive Atmosphäre der Zusammenarbeit zu schaffen, die es dem Insolvenzverwalter ermöglicht, meist zeitkritische und unpopuläre, aber notwendige, Maßnahmen umzusetzen. Um dies zu erreichen, sind regelmäßig auch die überbetrieblichen Beteiligten, z.B. Agentur für Arbeit und Gewerkschaften, von Anfang an einzubeziehen. Findet sich ein Erwerber, stellt sich häufig die Frage, wie sich eine Veräußerung auf den Bestand und den Inhalt von Arbeitsverhältnissen auswirkt. Zudem verdienen die besonderen Haftungsregeln im Rahmen eines Kaufs aus der Insolvenz heraus besondere Beachtung.

Wir haben auf langjährigen Erfahrungen beruhende Kenntnisse im Bereich des Insolvenzarbeitsrechts. Wir beraten regelmäßig Insolvenzverwalter im gesamten Bereich des Insolvenzarbeitsrechts, insbesondere auch bei Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen. Außerdem unterstützen wir Käufer, die Vermögenswerte aus der Insolvenz erwerben und denen sich die Frage stellt, ob und, wenn ja, welche Arbeitnehmer übernommen werden (müssen) und welche Gestaltungsmöglichkeiten es in diesem Zusammenhang, etwa durch das Erstellen eines Erwerberkonzeptes, gibt.